🎮 Switch 2-Emulation: Große Optimierungswellen für „Zelda: Ocarina of Time“ auf Lichii und Orchid

Die Entwicklung rund um die Emulation der Nintendo Switch 2 macht spürbare Fortschritte. Besonders Fans von The Legend of Zelda: Ocarina of Time kommen derzeit voll auf ihre Kosten, denn für die Emulatoren Lichii und Orchid wurden wichtige Updates veröffentlicht, die Performance-Probleme und Grafikfehler gezielt angehen.

Lichii: Die Frizti-Versionen v1 und v2 im Detail

Der Entwickler Frizti hat zwei experimentelle Windows-x64-Builds von Lichii veröffentlicht, die maßgeschneidert auf das legendäre Zelda-Abenteuer abgestimmt sind:

  • Frizti v1 (Grafik-Fokus): Konzentriert sich vor allem auf die Behebung visueller Fehler. Unter anderem wurden die störenden, einframe-langen weißen Aufblitzen auf Link und in der Spielwelt eliminiert. Zudem ist ein nativer Max Resolution-Patch integriert, der die alte, dynamische Auflösungssperre (die den 3D-Rendering-Pfad zuvor bei 854 x 480 hielt) komplett aushebelt.
  • Frizti v2 (Performance-Fokus): Geht einen Schritt weiter und schraubt spürbar an der Bildrate. Im Kokiri-Wald klettert die Leistung von vorher 37–40 FPS auf flüssige ca. 44 FPS im Schnitt.

Die technischen Optimierungen von Frizti v2:

  • Überarbeitung und bessere Auslastung der beiden GPU-Threads.
  • Verringerung von Wartezyklen zwischen den Grafik-Threads.
  • Optimierte Steuerung der Render-Befehle.
  • Asynchrone Shader-Kompilierung zur Reduzierung von Rucklern (Stutters).
  • Caching von Grafik-Pipelines (insbesondere für Gelände und Vegetation).
  • Dynamic FPS: Die von Dark (Eglantine Dev) entwickelte Funktion ist direkt integriert, wodurch das Spiel unabhängig von den FPS-Schwankungen mit korrekter Spielgeschwindigkeit läuft, ohne separate Mods.

Empfohlene Einstellungen für maximale Leistung:

  • GPU Mode: Fast (Zwingend erforderlich, da der separate GPU-Thread im Accurate-Modus deaktiviert wird und die Leistung einbrechen würde).
  • Shader Compilation: Asynchron aktiviert.
  • Present Mode: Asynchron (Vulkan).
  • Console Mode: Docked.
  • NVDEC Emulation: GPU Video Decoding.
  • Memory Layout: 8GB DRAM.

Bekannter Bug: Nach dem Passieren des Bereichs um den Kokiri-Schwert-Felsen kann der Weg zum Deku-Baum (Mojo-Baum) stellenweise zu hell dargestellt werden; daran wird noch gearbeitet.

Orchid 0.7.5: Stabilität und AV1-Video-Support

Parallel dazu hat MythosOfs den Emulator Orchid auf Version 0.7.5 gehoben. Der Fokus liegt hier auf technischer Unterbau-Arbeit, Stabilität und Multimedia:

  • Grafik & Speicher: Verbesserte Speichersicherheit, optimiertes Handling nativer Buffer und Unterstützung für neue GPU-Befehle.
  • AV1-Videodekodierung: Das Windows-PGO-Paket bringt nun einen integrierten AV1-Decoder via FFmpeg mit. Das löst den bisherigen Fehler, bei dem Videosequenzen aus Ocarina of Time aufgrund fehlender Decoder fehlschlugen.
  • Fehlerberichterstattung: Über das Menü unter Help > Report a Crash on GitHub lassen sich Abstürze nun direkt mit automatisch ausgefüllten System-, Treiber- und Kompilierungsdaten einsenden.

Downloads

Die neuen Versionen stehen über die Entwickler-Kanäle bereit: