Die Möglichkeiten einer modifizierten Nintendo Switch wachsen weiter. Nachdem bereits vor wenigen Tagen Call of Duty: Black Ops erfolgreich unter Ubuntu auf der Switch zum Laufen gebracht wurde, folgt nun der nächste Erfolg: Auch Call of Duty: World at War kann auf der Konsole gespielt werden.
Verantwortlich für den neuen Test ist Reddit-Nutzer lemuel_28, der seine Ergebnisse im Subreddit SwitchPirates veröffentlicht hat.
Flüssiges Gameplay trotz minimaler Einstellungen
In einem kurzen Demonstrationsvideo zeigt der Entwickler Call of Duty: World at War unter einer Ubuntu-Installation auf der Nintendo Switch. Besonders bemerkenswert ist dabei, dass die gezeigte Performance ohne Übertaktung (Overclocking) erreicht wurde.
Laut eigenen Angaben liefen sämtliche Tests mit den niedrigstmöglichen Grafikeinstellungen. Dennoch präsentiert sich das Gameplay überraschend flüssig und zeigt, welches Potenzial Linux auf der Nintendo Switch inzwischen bietet.
Ubuntu eröffnet neue Möglichkeiten
Während das offizielle Betriebssystem der Switch ausschließlich für Nintendo-Software ausgelegt ist, ermöglicht eine Linux-Installation wie Ubuntu den Einsatz zahlreicher PC-Anwendungen und Spiele. Dank Projekten wie switchroot und kontinuierlichen Verbesserungen der Grafiktreiber werden immer mehr ältere Windows- und Linux-Titel auf der Hybridkonsole spielbar.
Die erfolgreichen Tests mit Call of Duty: Black Ops und nun auch World at War unterstreichen die rasanten Fortschritte der Community.
Noch kein Ersatz für native Ports
Auch wenn die Ergebnisse beeindruckend sind, handelt es sich weiterhin um ein experimentelles Projekt. Die Spiele wurden nicht offiziell für die Nintendo Switch veröffentlicht und setzen eine modifizierte Konsole mit installiertem Ubuntu voraus.
Dennoch zeigen die aktuellen Tests eindrucksvoll, wie leistungsfähig die Switch-Hardware auch Jahre nach ihrer Veröffentlichung noch sein kann. Mit weiteren Optimierungen der Treiber und optionalem Overclocking dürfte sich die Performance künftig sogar noch weiter verbessern.
Die Linux- und Homebrew-Community liefert damit erneut einen spannenden Einblick in das Potenzial der Nintendo Switch – weit über ihren ursprünglichen Einsatzzweck hinaus.
