Ein extrem seltenes Exemplar einer Visual Novel aus den 1990er-Jahren soll auf dem Versandweg von Portugal in die USA vom Zoll zerstört worden sein. Das berichtet das Gaming-Magazin GamesRadar+ unter Berufung auf Aussagen des betroffenen Käufers.
Besonders brisant: Von dem Spiel existierten offenbar weltweit nur 50 Kopien. Für Sammler gilt das Werk damit als absolutes Raritätsstück. Entsprechend emotional fiel die Reaktion des Käufers aus – laut Bericht soll er erklärt haben, er sei „buchstäblich am Weinen“.
Was ist passiert?
Demnach wurde das Spiel ordnungsgemäß von Portugal in die USA verschickt. Bei der Einfuhr kontrollierte die U.S. Customs and Border Protection das Paket. Anschließend sei das Exemplar nicht zurückgesendet, sondern vernichtet worden.
Offizielle Details zur genauen Begründung wurden bislang nicht veröffentlicht. In ähnlichen Fällen kommen unter anderem folgende Gründe infrage:
- Verstoß gegen US-Importbestimmungen
- Problematische oder nicht deklarierte Inhalte
- Fehlende oder fehlerhafte Zollangaben
- Nicht fristgerecht beantwortete Rückfragen
Gerade ältere japanische Visual Novels können Inhalte enthalten, die in bestimmten Ländern rechtlich sensibel eingestuft werden.
Verlust für Sammler
Bei einer Gesamtauflage von nur 50 Stück dürfte die Vernichtung eines Exemplars den Sammlerwert der verbleibenden Kopien weiter steigern. Der Retro- und PC-98-Markt verzeichnet seit Jahren stark wachsende Preise – insbesondere bei obskuren oder limitierten Titeln aus den 90ern.
Der Vorfall sorgt daher nicht nur für Mitgefühl mit dem Käufer, sondern auch für Diskussionen über den Umgang mit seltenen Kulturgütern im internationalen Versand.
Sobald weitere Details zum konkreten Titel oder zu den Hintergründen bekannt werden, halten wir euch auf dem Laufenden.



