Die Nintendo-Switch-Szene sorgt erneut für Aufsehen: Grand Theft Auto V wird derzeit direkt auf einer Nintendo Switch OLED ausgeführt – und zwar nicht über Android, Linux oder Streaming, sondern unter dem nativen Horizon-System der Konsole.
Für die Demonstration wird allerdings erhebliches Overclocking eingesetzt. Das Spiel soll rund 49 GB Speicherplatz benötigen und ist derzeit noch nicht als fertiger öffentlicher Port verfügbar.
GTA V direkt auf der Nintendo Switch
Besonders interessant ist, dass für die Demonstration offenbar keine zusätzliche Hardware erforderlich war. Zum Einsatz kam eine Nintendo Switch OLED, deren Arbeitsspeicher nicht erweitert oder modifiziert wurde.
Stattdessen wird die vorhandene Hardware mithilfe von Overclocking maximal ausgereizt. Als verwendete Lösung wird Sys-CLK genannt. Laut Entwickler könnte mit Horizon OC sogar noch eine weitere Leistungssteigerung möglich sein.
Die derzeit bekannten Eckdaten:
- GTA V läuft direkt unter Horizon
- Kein Android
- Kein Linux
- Kein Streaming
- Etwa 49 GB Speicherbedarf
- Deutliches Overclocking erforderlich
- Demonstration auf einer Switch OLED
- Keine RAM-Erweiterung
- Sys-CLK für das Overclocking
- Horizon OC könnte noch höhere Leistung ermöglichen
Switch-Hardware wird bis ans Limit gebracht
Dass GTA V überhaupt direkt unter Horizon ausgeführt werden kann, ist eine bemerkenswerte Demonstration der Möglichkeiten der Switch-Hardware. Bisherige Versuche, besonders anspruchsvolle Spiele auf der Konsole zum Laufen zu bringen, waren häufig auf alternative Betriebssysteme, Streaming oder andere Umwege angewiesen.
Hier wird dagegen versucht, das Spiel direkt auf der originalen Switch-Hardware und innerhalb ihres nativen Betriebssystems auszuführen.
Allerdings sollte die Demonstration noch nicht mit einem fertigen GTA-V-Port gleichgesetzt werden. Das Projekt befindet sich weiterhin in Entwicklung und über die tatsächliche Bildrate, Stabilität und Spielbarkeit liegen bislang nur begrenzte Informationen vor.
Die von Alucardio veröffentlichte Demonstration zeigt dennoch eindrucksvoll, was mit einer entsprechend übertakteten Switch möglich sein könnte. Entscheidend wird nun sein, wie weit die Optimierung noch vorangetrieben werden kann und welche Performance sich letztendlich erreichen lässt.
Die Nintendo Switch gibt damit erneut einen Vorgeschmack darauf, wie viel Leistungsreserven in der alten Hardware noch stecken können.
