🛠️ [Switch 2] Modder verbindet NVMe-SSD direkt mit der Konsole – ganz ohne Software-Hack

Ein japanischer Modder zeigt, welches Potenzial in der Speichertechnik der neuen Nintendo Switch 2 steckt. Während bereits bekannt war, dass die Konsole auf microSD Express setzt, demonstriert der Entwickler Mizuyoukan nun eindrucksvoll, dass sich sogar eine NVMe-SSD direkt an die Konsole anschließen lässt – ganz ohne Modifikation der Firmware oder spezielle Software-Hacks.

Speicherplatz wird schnell knapp

Mit immer größeren Spielen wächst auch der Speicherbedarf. Viele moderne Titel überschreiten inzwischen problemlos die 100-GB-Marke. Die internen 256 GB Speicher der Nintendo Switch 2 reichen daher für größere Spielesammlungen nur begrenzt aus.

Bisher galt die Nutzung von microSD-Express-Karten als einzige Erweiterungsmöglichkeit – allerdings zu vergleichsweise hohen Preisen.

microSD Express basiert auf PCIe und NVMe

Der entscheidende technische Unterschied liegt im verwendeten Speicherstandard.

Im Gegensatz zur ersten Switch nutzt die Switch 2 microSD Express, das intern auf einer PCIe Gen 3-Schnittstelle basiert und das NVMe-Protokoll verwendet – dieselbe Technik, die auch moderne SSDs in PCs und Handhelds antreibt.

Dadurch verhält sich der microSD-Steckplatz technisch nahezu wie ein versteckter PCIe-Port.

Adapter statt Software-Modifikation

Der Modder entwickelte einen speziellen Adapter, der auf der einen Seite mit dem microSD-Steckplatz der Konsole verbunden wird und auf der anderen einen M.2-2230-NVMe-SSD-Slot bietet – das gleiche SSD-Format, das unter anderem im Steam Deck verwendet wird.

Das Ergebnis: Die Konsole erkennt die SSD automatisch als regulären Speicher.

In der gezeigten Demonstration wurde eine 512-GB-SSD genutzt, von der rund 470 GB im SystemmenĂĽ verfĂĽgbar waren.

Leistung auf microSD-Express-Niveau

Besonders interessant: Die Performance liegt laut Tests auf dem Niveau aktueller microSD-Express-Karten – teilweise sogar leicht darüber.

Selbst nach Systemupdate 22.1.0 blieb die Funktionalität erhalten.

Getestet wurden Ladezeiten unter anderem mit:

  • Mario Kart World
  • Hyrule Warriors: Age of Calamity

Die Ergebnisse zeigen vergleichbare Ladezeiten zur offiziellen Speichererweiterung.

Deutlich gĂĽnstiger als microSD Express

Der größte Vorteil liegt im Preis-Leistungs-Verhältnis.

Aktuell kosten:

  • 256-GB-microSD-Express-Karten etwa 70 €
  • NVMe-SSDs mit 1 TB oft ähnlich viel

Dadurch könnte sich künftig eine deutlich günstigere Möglichkeit ergeben, den Speicher der Switch 2 massiv zu erweitern.

Noch experimentell

Der Aufbau ist derzeit jedoch klar auf erfahrene Bastler ausgelegt. Der Adapter ist eine Eigenentwicklung und setzt Kenntnisse in Elektronik sowie Hardware-Modding voraus.

Von einer Plug-and-Play-Lösung ist das Projekt aktuell noch entfernt.

Fazit

Die Demonstration zeigt eindrucksvoll, wie flexibel die Hardware der Switch 2 durch den microSD-Express-Standard tatsächlich ist. Sollte die Community oder Zubehörhersteller diese Idee weiterentwickeln, könnten künftig preiswerte SSD-Erweiterungen für die Konsole Realität werden.

Für Modding-Fans eröffnet sich damit ein spannender Ausblick auf zukünftige Speicherlösungen der nächsten Nintendo-Generation.