Der Sicherheitsforscher Mour0ne wurde von Sony im Rahmen des offiziellen Bug-Bounty-Programms mit einer PrĂ€mie von 10.000 US-Dollar ausgezeichnet. Der Grund: die Meldung einer kritischen SicherheitslĂŒcke im WebKit-Browser der PlayStation 4.
Die Information wurde zunÀchst von Szene-Mitglied Gezine auf X (vormals Twitter) geteilt, der Mour0ne öffentlich zu seiner Entdeckung gratulierte. Kurz darauf bestÀtigte Mour0ne selbst:
âJa, es handelt sich um einen Bug aufgrund einer SpeicherbeschĂ€digung (Memory Corruption) im PS4-WebKit, der einen Absturz verursacht.â
đ Hintergrund der Schwachstelle
Die gemeldete LĂŒcke betraf eine Memory-Corruption im WebKit, der Rendering-Engine, die auf der PS4 fĂŒr den integrierten Browser und bestimmte Systemfunktionen verwendet wird. Solche Schwachstellen können â je nach Kontext â gezielt zum Absturz des Systems fĂŒhren oder im schlimmsten Fall als Einstiegspunkt fĂŒr das AusfĂŒhren von beliebigem Code dienen.
Mehrere Mitglieder der PlayStation-Sicherheits- und Homebrew-Community bestÀtigten, dass es sich tatsÀchlich um eine neu entdeckte WebKit-Schwachstelle auf PS4 handelt.
đ° Bedeutung fĂŒr das Bug-Bounty-Programm
Sonys PrÀmie zeigt, dass das Unternehmen weiterhin aktiv Schwachstellen auch in Àlteren Konsolengenerationen wie der PS4 untersucht und belohnt. Das PlayStation Bug-Bounty-Programm auf HackerOne lÀuft seit 2020 und soll Sicherheitsforscher ermutigen, Funde verantwortungsvoll direkt an Sony zu melden, anstatt sie öffentlich offenzulegen.
In der Szene wurde jedoch auch diskutiert, warum andere bekannte Entwickler â wie etwa Gezine, der ebenfalls regelmĂ€Ăig auf SicherheitslĂŒcken hinweist â bislang nicht in gleicher Weise entlohnt wurden.
âïž Fazit
Die Entdeckung unterstreicht einmal mehr die Bedeutung ethischer Sicherheitsforschung im Konsolenbereich.
Sony reagiert weiterhin mit transparenten Belohnungen fĂŒr gemeldete Schwachstellen, was nicht nur der Systemsicherheit, sondern auch dem Vertrauen zwischen Forschern und Herstellern zugutekommt.
Mour0ne reiht sich damit in die wachsende Liste von Entwicklern ein, die fĂŒr die Sicherheit der PlayStation-Plattformen mitverantwortlich sind â und beweist, dass die PS4 auch im Jahr 2025 noch nicht aus dem Fokus der Sicherheitsforschung verschwunden ist.
