


Das Jahr 2026 startet stark für die GameCube- und Wii-Emulationsszene: Der Dolphin Emulator hat in seiner offiziellen Entwicklungsreihe erstmals die Unterstützung der Triforce-Arcade-Plattform integriert. Mit der Dev-Version 2512-395 wird damit ein lange erwarteter Meilenstein erreicht – und ein seltenes Kapitel der Arcade-Geschichte wieder zugänglich gemacht.
Viele Spieler wussten gar nicht, dass es überhaupt Arcade-Automaten auf GameCube-Basis gab. Doch genau das war Triforce: Eine spezielle Arcade-Hardware, entwickelt in Zusammenarbeit zwischen Nintendo, Sega und Namco, technisch eng verwandt mit der GameCube-Architektur.
🔧 Integration direkt im Hauptprojekt

Die aktuelle Umsetzung geht maßgeblich auf den Entwickler crediar zurück, der die Integration in die Hauptentwicklungsreihe angestoßen hat. Frühere experimentelle Builds existierten zwar bereits, wurden jedoch 2016 aufgrund technischer Instabilitäten eingestellt.
Die neue Implementierung wurde grundlegend überarbeitet:
- Sauberer, modularer Code
- Höhere Stabilität
- Plattformübergreifende Unterstützung
- Zukunftssichere Architektur
Triforce-Titel lassen sich nun stabil unter Windows, Linux, macOS und Android starten – ohne die Abstürze früherer Versionen.
🏁 Diese Arcade-Klassiker sind spielbar

Insgesamt erschienen nur 13 Spiele für Triforce – überwiegend in Japan. Entsprechend selten und kostspielig sind originale Automaten heute.
Zu den bekanntesten, nun emulierbaren Titeln zählen:
- Mario Kart Arcade GP
- Mario Kart Arcade GP 2
- F-Zero AX (Arcade-Version von F-Zero GX)
- Virtua Striker 3 ver.2002
- Virtua Striker 4
Laut Community-Tests sind nahezu alle Titel spielbar. Kleinere Grafikfehler oder Bugs können vereinzelt auftreten, gelten aber als nicht spielentscheidend.
⚙️ Technische Details der Emulation
Dolphin emuliert nun:
- Triforce-Mainboard und Media-Board
- JVS-Arcade-Eingaben
- NAND-Speicher
- Das typische „Segaboot“-Arcade-Menü
- LAN-Multiplayer via IP-Weiterleitung (mehrere Emulator-Instanzen möglich)
Gerade die Netzwerk-Emulation erlaubt es, mehrere virtuelle Arcade-Automaten miteinander zu verbinden – ein Feature, das für authentische Mehrspieler-Erlebnisse sorgt.
📱 Android-Performance überzeugt
Auf modernen Android-Geräten mit Snapdragon 865 oder leistungsstärkeren Chipsätzen werden stabile 60 FPS erreicht. Eine physische Controller-Unterstützung wird empfohlen, da es derzeit keine speziell angepasste Touch-Oberfläche gibt.
Auch auf Handhelds wie Retroid- oder Odin-Geräten berichten Nutzer von sehr guter Performance.
🎮 Ein wichtiger Schritt für die Arcade-Erhaltung
Mit der offiziellen Integration endet die Abhängigkeit von inoffiziellen, instabilen Forks. Gleichzeitig wird ein seltenes Stück Arcade-Geschichte konserviert.
Gerade Titel wie F-Zero AX, die bislang kaum zugänglich waren, können nun mit hoher Originaltreue auch mobil erlebt werden.
Für Retro-Fans ist das ein historischer Moment – und ein weiteres Beispiel dafür, wie sich ein Open-Source-Projekt nach über 20 Jahren kontinuierlicher Entwicklung immer noch weiterentwickelt.
